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Ein selbstbewusstes

Kind wird

ein selbstbewusster

Erwachsener,

der für

andere eintritt

und sich

selbst vertraut!

Warum Waldkindergarten?

Vorteile für Ihr Kind

Neben den bereits erwähnten Vorteilen, die sich aus den Unterschieden zu einem Regelkindergarten ergeben, möchten wir noch auf die Doktorarbeit "Natur- und Waldkindergärten in Deutschland - eine Alternative zum Regelkindergarten in der vorschulischen Erziehung" von Peter Häfner (Diplom-Pädagoge und Lehrer) verweisen. Anhand seiner Studie hat er viele Hypothesen aufgestellt und überprüft, welche darlegen sollen, wie schulfähig der Waldkindergarten im Vergleich zu Regelkindergärten macht. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Hypothesen herausgenommen und für Sie etwas zusammengefasst.

 

In den Bereichen Motivation, Konzentration und Ausdauer weisen Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, bessere Werte auf als Kinder, die einen Regelkindergarten besucht haben.

Im Bereich Motivation, Konzentration und Ausdauer weisen die Kinder, die als vorschulische Einrichtung einen Waldkindergarten besucht haben, tatsächlich durchgängig die besseren Durchschnittswerte auf. Sie folgen dem Unterrichtsgeschehen in der ersten Klasse aufmerksamer, machen ihre Hausaufgaben selbständiger und arbeiten konzentrierter im Unterricht mit als ihre Mitschüler und Mitschülerinnen aus der Vergleichsgruppe.

 

Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, zeigen ein höheres Maß an sozialer Kompetenz als Kinder, die einen Regelkindergarten besucht haben.

Wie bereits bei der vorherigen Hypothese werden auch hier die Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, von ihren Lehrerinnen und Lehrern durchgängig besser beurteilt. Sie halten gegebene Regeln besser ein und lösen auftretende Konflikte mit anderen Mitschülerinnen und Mitschülern auf friedlichere Art und Weise. Weiter kann man feststellen, dass sie generell rücksichtsvoller und hilfsbereiter mit den anderen Kindern in der Klasse umgehen, meist sehr gut in ihren Klassen integriert sind und sich besonders beim Spielen durch Fairness und Engagement auszeichnen.

 

Bei der Mitarbeit im Unterricht weisen Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, bessere Werte auf als Kinder, die einen Regelkindergarten besucht haben.

Auch in diesem inhaltlich recht gut eingegrenzten Bereich haben die Kinder aus dem Waldkindergarten einen deutlichen Vorsprung gegenüber den Kindern aus dem Regelkindergarten aufzuweisen. Sie sind in unterrichtlichen Angelegenheiten selbständiger und zeigen ein gesteigertes Interesse am Unterrichtsgeschehen. Wie erwartet werden die Kinder aus dem Waldkindergarten besonders bei sach- und naturkundlichen Themen im Unterricht von ihren Lehrerinnen und Lehrern deutlich besser beurteilt. Diese Themen sind ihnen ja auch aus ihrem Aufenthalt im Waldkindergarten bestens bekannt. Lediglich im Bezug auf das Fragenstellen im Unterricht ist der Vorsprung der Waldkindergartenkinder als gering zu bezeichnen.

 

Im musischen Bereich haben Kinder, die als vorschulische Einrichtung einen Waldkindergarten besucht haben, bessere Werte als Kinder, die einen Regelkindergarten besucht haben.

Wie bereits bei den vorangegangenen Hypothesen zeigt sich auch hier, dass die Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, daraus ganz offensichtlich einen großen Vorteil ziehen. Im Unterricht sind sie bedeutend kreativer und phantasievoller als die anderen Kinder aus dem Regelkindergarten. Deutlich wird das vor allem im Fach Musik und beim bildnerischen Gestalten. Einzig bei den feinmotorischen Fertigkeiten wie der Finger- und Handgeschicklichkeit und ansatzweise auch (damit zusammenhängend?) im Schreibunterricht können die Kinder aus dem Regelkindergarten bessere Beurteilungen vorweisen; tendenziell weisen also immerhin noch vier von sechs Items aus diesem Bereich auf einen Vorteil der Waldkindergartenkinder hin. Wobei wir gerade auch in unserem Waldkindergarten sehr auf die Feinmotorik wert legen und individuell das Kind da abholen, wo es gerade steht und dann gezielt fördern.

 

Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, können in der Schule besser „still sitzen" als Kinder, die einen Regelkindergarten besucht haben.

Wie aus den Ergebnissen hervorgeht, schneiden die Kinder aus dem Waldkindergarten bei Frage „Kind kann still sitzen" besser ab. Gerade Eltern, die vor der Entscheidung stehen, ihr Kind in einem Regelkindergarten oder Waldkindergarten anzumelden, zeigen des Öfteren diesbezügliche Bedenken gegenüber dem Waldkindergarten. Auf Grund der Ergebnisse ist dieses Vorurteil als nicht begründet zurückzuweisen.

 

Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, arbeiten kooperativer mit anderen Kindern zusammen als Kinder, die einen Regelkindergarten besucht haben.

Aus der Darstellung der Ergebnisse wird deutlich, dass Kinder aus Waldkindergärten von ihren Lehrerinnen und Lehrern im Durchschnitt tatsächlich eine bessere Beurteilung bei der Frage „Kind arbeitet kooperativ mit anderen Kindern zusammen" erhalten haben.

 

Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, zeigen besser Werte im Fach Sachunterricht als Kinder, die einen Regelkindergarten besucht haben.

Betrachtet man die Darstellung der Ergebnisse bei der Frage „Beurteilung des Kindes im Sachunterricht", so werden Kinder aus Waldkindergärten deutlich besser beurteilt als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler aus dem Regelkindergarten. Sie werden bei dieser Frage von den Lehrerinnen und Lehrern der ersten Klasse sogar um mehr als eine halbe Note besser beurteilt. Dieser Sachverhalt erscheint nicht weiter verwunderlich und wird wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit und Plausibilität auf den täglichen Aufenthalt der bevorteiligten Kinder im Wald zurückzuführen sein. Dort lernen sie bereits frühzeitig all die Dinge kennen, die danach im Sachunterricht der ersten Klasse eine Rolle spielen.

 

Kinder, die einen Waldkindergarten besucht haben, können in einem höheren Maß Konflikte mit anderen Kindern friedlich lösen als Kinder, die einen Regelkindergarten besucht haben.

Betrachtet man die Ergebnisse zu der Frage Nr. „Kind löst Konflikte mit anderen Kindern friedlich", so kann festgestellt werden, dass die Kinder, die als vorschulische Einrichtung einen Waldkindergarten besucht haben, deutlich besser abschneiden. Sie können auftretende Konflikte mit anderen Kindern offensichtlich weitaus besser lösen als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler aus dem Regelkindergarten und zeigen dabei auch auf anderen sozial relevanten Items durchgängig die deutlich besseren Kompetenzen. Anzumerken wäre an dieser Stelle noch, dass diese Hypothese offensichtlich einen Aspekt der Erziehungsausrichtung von Waldkindergärten erfasst, der als äußerst wichtig für die spätere Entwicklung der Kinder gelten kann. Man denke nur einmal an die zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückende Problematik der Gewalt an Schulen. Vielleicht liegt hier ein Potential zur Bewältigung dieser Probleme verborgen, das viel öfter entdeckt und genutzt werden könnte.

(siehe Studie in unserem Linkverzeichnis)