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Greifen kommt

vor dem Begreifen

und Anfassen

vor dem Erfassen.

 

Friedrich Fröbel

Der Waldkindergarten als alternatives Angebot!

Was ist anders im Waldkindergarten?

Der Waldkindergarten ist eine Alternative zum Regelkindergarten. Er bietet den Kindern optimale Voraussetzungen für häufig vernachlässigte Persönlichkeits-bereiche und für die Verwirklichung einer ganzheitlichen Erziehung.

  • Die Kinder spielen und bewegen sich bei „Wind und Wetter" an der frischen Luft, ein eigenes Kindergartengebäude gibt es nicht. Auf diese Weise können die Kinder den Wechsel und die Merkmale der Jahreszeiten unmittelbar wahrnehmen. Im Waldkindergarten haben die Kleinen die Möglichkeit ihren natürlichen Spiel- und Bewegungsdrang, den die Kinder in diesem Alter haben, ungehindert auszuleben. Der Aktionsraum hierfür ist im Wald natürlich bedeutend größer als in geschlossenen Räumen.
  • Neben den grobmotorischen Fähigkeiten, die vor allem beim Tanzen, Laufen, Springen, Spielen und Matschen gefördert werden, kommt aber auch die Feinmotorik nicht zu kurz. Vor allem die Natur bietet vielfältiges Material, mit dem die Kinder experimentieren können, indem sie es auseinander nehmen, zusammenfügen oder vorsichtig und geschickt anfassen.
  • Durch den Aufenthalt im Freien wird das Immunsystem gestärkt, weshalb Waldkindergartenkinder seltener an Erkältungskrankheiten leiden als Kinder aus Regelkindergärten. Nicht zuletzt da sich die Kinder dort oftmals in viel zu überhitzten Räumen aufhalten. Hinzu kommt, dass durch die viele Bewegung im Waldkindergarten Haltungsschäden, die immer mehr auch schon in früher Kindheit durch unsere heutige Sitzkultur auftreten, entgegengewirkt werden.
  • Der Aufenthalt in der Natur trägt zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden der Kinder bei, denn durch die Weite, die in einem Wald herrscht, können Aggressionen besser abgebaut werden, was nicht zuletzt auch hyperaktiven Kindern zugute kommt.
  • Des Weiteren entwickeln die Kinder schon sehr früh ein positives Verhältnis zur Natur. So wird bereits in der Kindheit der Grundstein für einen verantwortungsbewussten Umgang in und mit der Natur gelegt.
  • Ein gravierender Unterschied zwischen Wald- und Regelkindergärten liegt im Umgang mit Spielzeug. Hier wird in Waldkindergärten auf die Phantasie der Kinder gesetzt, da bis auf Ausnahme von wenigen Spiel- und Werkzeugen meist auf vorgefertigtes Spielmaterial verzichtet wird. Dadurch wird außerdem das Sozialverhalten und die Sprachentwicklung in hohem Maße angeregt um gemeinsam mit anderen Kindern alternative Spielideen zu entwickeln. Neben der Förderung der Selbständigkeit, der Kreativität und vor allem der Phantasie, kann man im Gegensatz zu Regelkindergärten eine Reizüberflutung ausschließen.
  • Platzprobleme durch zu kleine Räume oder zu große Gruppen treten im Waldkindergarten selbstverständlich nicht auf. Zudem ist die Gruppe hier auf 25 Kinder begrenzt, wodurch für die dann drei Erzieherinnen durchschnittlich für das einzelne Kind mehr Zeit bleibt.
  • Für extreme Witterungen gibt es in jedem Waldkindergarten auch eine Schutzunterkunft, welche aber nur selten genutzt wird, da sich die Kinder üblicherweise im Alltag auch bei Regen, Schnee oder Minustemperaturen im Wald aufhalten.
  • In unserer von Technik und Fortschritt bestimmten Welt kommen Sinneserfahrungen sowie der Kontakt zur Natur viel zu kurz. Der Erfahrungsraum Wald bietet den Kindern in den einzelnen Jahreszeiten durch seine Vielfältigkeit ideale Möglichkeiten reichliche Erfahrungen zu machen und ihre Sinne optimal zu entwickeln.
  • In der heutigen Zeit, haben unsere Kinder kaum noch die Gelegenheit Stille zu erleben. Der Wald bietet optimale Vorraussetzungen für Konzentrations- und Wahrnehmungsübungen. Die Kinder können hier bewusst Ruhe erfahren und den meist von Hektik und Lärm bestimmten Alltag einmal hinter sich lassen.